Modelleisenbahn
Modelleisenbahn Modelleisenbahn

Der Anfang
Weihnachten 1976 bekam ich eine Märklin Startpackung geschenkt. Auf einer Sperrholzplatte von 230cm mal 120cm (oder so ungefähr) entstand in den nächsten 8 Jahren mein kleines Eisenbahnuniversum. Höhepunkt war die Anschaffung einer Roco-Dampflok der Baureihe 44 mit Ölfeuerung.

Die Pause
Mit 14 Jahren merkte ich recht schnell, dass mit Gitarren und Rockmusik eher Mädchen zu gewinnen waren, als mit einer Modellbahnanlage. Gleise, Loks und Waggons verschwanden gut verpackt auf dem Dachboden und sollten die nächsten 15 Jahre ruhen.

Die Fortsetzung
Der Schlagzeuger meiner Band BIG BALLS ist ebenfalls Eisenbahnfreak und so entbrannte mein Interesse für dieses Hobby von Neuem. Vom Dachboden meiner Eltern holte ich die gut verpackten Kartons und zur Freude meines Sohnes drehen ab und an auf dem Wohnzimmerfußboden einige Züge ihre Runden. An alle Märklin-Fetischisten: Auch die Roco 44er lief nach 15 Jahren Pause anstandslos!

Demnächst
Da dies keine auf Dauer befriedigende Lösung ist, wird nun ein Hobbykeller hergerichtet. Nach vielem Hin- und Herüberlegen, eigentlich direkt nachdem ich mir das Erscheinungsbild einer mit Punktkontakten verunstalteten Weiche zu Gemüte geführt habe, soll die neue Modelleisenbahn auf Zweileiter-Gleichstrom laufen. Bei ebay habe ich mir zu Weihnachten einen Schienenbus gegönnt (den von Roco), von meinem Bandkollegen konnte ich mir einen Gleichstromtrafo ausleihen und ein paar passende Gleise erwarb ich bei einem der örtlichen Modelbahnhändler.

Das Letzte
Nachdem ich festgestellt habe, daß sich ein Zug aus 303mm langen Schnellzugwagen auf einer Weiche mit 870mm Radius mit Gegenbogen gar nicht gut macht, habe ich noch einmal neu angefangen zu planen und den Bahnhof etwas übersichtlicher gestaltet. Hierzu erhielt ich auch im alten MIBA-Forum viele Anregungen, an dieser Stelle nochmal Danke an alle, die mir viele gute Tipps haben zukommen lassen.
Viele Weichen sind schlanker geworden, der Bahnhof orientiert sich mehr an einem konkreten Vorbild (Bad Wildungen).
Der Baubeginn dürfte auch nicht mehr allzulange auf sich warten lassen, Holz für den Rahmenunterbau liegt bereits im Keller.

In medias res
Im Sommer 2003 war Baubeginn. Nachdem der Rahmen fertiggestellt war und die ersten Trassenbretter lagen, konnte ich mit der Verlegung der ersten Gleise beginnen. Mittlerweile liegen fast alle Gleise des Schattenbahnhofes, nur die (entgegen der ursprünglichen Planung) jetzt fünfgleisige Abstellgruppe für Triebwagen und Wendezüge harrt noch der Vollendung. Die Verkabelung ist soweit gediehen, dass ich nur noch die Trennstellen für die Halteabschnitte einfügen muß.

Einiges Kopfzerbrechen bereitete mir die Schaltung der Weichen, hier bin ich aber auch mittlerweile zu einer Lösung gekommen. Mittels einer Diodenmatrix, einiger Kondensatoren und Widerstände habe ich auf günstige Weise eine Fahrstrassensteuerung realisiert.
Eine Belegtmeldung muß noch eingebaut werden.

Als digitale Minimalausstattung habe ich mir im Mai 2004 das DAISY-Startset von Uhlenbrock zugelegt und ich denke, das wird erstmal eine Zeit lang ausreichen

Januar 2005
Der Schattenbahnhof ist jetzt fertig verdrahtet, ein kleines Stellpult ist gebaut, nur die fünfgleisige Abstellgruppe harrt noch der Vollendung. Dafür liegen die Trassen für die Paradestrecke schon.